Meine erste Solo-Reise: Über Amsterdam Centraal nach London St. Pancras
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Osnabrück Hbf - Amsterdam Centraal

Es ist endlich soweit. Seit einigen Wochen freue ich mich jetzt schon auf meine erste Solo-Reise, ohne Familie und Freunde. Je dichter die Abfahrt kommt desto nervöser werde ich. Aber noch bin ich auf dem Weg zum Bahnhof. Dort angekommen steigt die Nervosität auf ein absolutes Hoch während ich mich von meinem Vater verabschiede. Nun stehe ich am Bahnsteig 12, des Osnabrücker Hauptbahnhofs. Kurz nach sieben Uhr ist es soweit und der ICE 242 nach Amsterdam Centraal fährt ein und wenig später mit mir wieder ab. Den ersten Teil der Strecke nutze ich erstmal um noch etwas Schlaf nachzuholen, der mir in der Nacht zuvor aufgrund meiner Nervosität entgangen war. Zum Schluss der Fahrt sehe ich mir die flachen Landschaften, mit einer Mischung aus Wiesen, Wäldern und kleinen Seen, rundum die Bahnstrecke an mir vorbeiziehen, welche mir auch erstmal genügend Ablenkung von meiner Aufregung bieten.
In Amsterdam angekommen bin ich erstmal geflasht. Ich bin das erste mal in Amsterdam. Mit nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden Umsteigezeit bleibt mir auch nicht viel Zeit um die Stadt zu erkunden aber zumindest für die direkte Bahnhofsumgebung reicht es also führt mein erste Weg direkt Richtung Ausgang. Ich kann die Straße schon sehen. Und dann? Ich stehe am Ausgang vor dem Drehkreuz, scanne mein Ticket, es piept und der Bildschirm leuchtet Rot. Ich versuche es erneut: Immer noch kein Durchgang. Nach weiteren erfolglosen Versuchen wende ich mich an einen Mitarbeiter eines, im Bahnhof gelegenen, Dönerladens, mit dessen Hilfe ich endlich das Drehkreuz passieren kann. Jetzt stehe ich vor dem Bahnhof mit Blick auf das Wasser. Ich genieße erstmal den Ausblick über das Gewässer auf die hohen Häuser der Skyline von Amsterdam und beobachte die Fähren wie sie die Seiten wechseln. Nach ein paar Minuten gehe ich auf die andere Seite des Bahnhofs, welche mehr nach Innenstadt aussieht. Auf dieser Seite fließt ein kleinerer Fluss, welchen man über mehrere Brücken entlang des Flusses überqueren kann. hier drehe ich einpaar Runden bevor ich mich wieder in den Bahnhof begebe, dort angekommen (Dieses mal ohne Drehkreuz Probleme) hole ich mir noch einen schnellen Snack zum Mittag bevor ich mein nächstes Gleis Richtung Großbritannien suche.
Amsterdam Centraal - London St. Pancras

Gleis gefunden! Das war simpel. Ich mache mich also auf zur Ticketkontrolle, dort angekommen schaut die erste Mitarbeiterin von Eurostar auf mein Interrail-Ticket und sagt, dass ich ein gültiges Ticket brauche. Mein Ticket ist gültig, also glaube ich, es ist auch meine erste Reise mit Interrail. Ich gucke selbst nochmal in der App: Das Ticket ist aktiviert. nach einem kurzen hin und her kommt eine zweite Mitarbeiterin zu uns schaut sich mein Ticket an. Diese erkennt, dass es sich um ein gültiges Ticket handelt und sagt mir, dass ich eine Sitzplatzreservierung brauche, also wechsle ich in die Eurostar-App und zeige meine Sitzplatzreservierung. Damit kann ich dann weiter. Keine zehn Meter weiter werden die Tickets erneut geprüft, diesmal ob alle auch den richtigen Eurostar nehmen. Dieses mal zeige ich direkt die Sitzplatzreservierung und mein Interrail-Ticket, damit habe ich die Kontrolle Problemlos geschafft. Als nächstes kommt erst eine lange Schlange gefolgt von der Grenzkontrolle. Nach einigen Minuten anstehen lege ich schnell meine Sachen auf das Rollband des Metalldetektors bevor ich selbst durchgehe und meine Sachen wieder einpacke. Als nächstes gehe ich zur Passkontrolle, an der ich entgegen meiner Hoffnung keinen Stempel in meinen extra dafür angeschafften Reisepass bekomme. Nach der Passkontrolle geht es für mich weiter in den Wartebereich, wo ich noch kurz Warte bevor ich zu den Gleisen gelassen werde und der EUR 9143 in den Bahnhof einfährt, welchen wir Pünktlich um 12:40 Uhr verlassen.
Auf der Fahrt durchqueren wir weitere schöne Landschaften aus Wiesen, Seen und Wäldern und machen Zwischenstops zwischen den hohen Häusern verschiedener Städte. Irgendwann schaue ich auf mein Handy: Kurz vor 16 Uhr. Ich schaue aus dem Fenster: Weder Insel noch Wasser oder Tunnel in Sicht. Wir haben wohl einiges an Verspätung. Erst einige Minuten später realisiere ich, dass die Ankunfts- und Abfahrtszeiten immer in der Lokalzeit angegeben sind und ich noch die Zeitzone wechseln werde. Auch hier heißt es wieder, dass es mein erste Zeitzonen Wechsel jemals war. Kurze Zeit später fahren wir auch schon in den Eurotunnel. Erst bin ich nervös, wie sich so ein langer und tiefer Tunnel anfühlt, doch relativ schnell merke ich, dass es nicht spannend ist. Nachdem durchqueren des Eurotunnels ist der nächste Halt schon London St. Pancras, die Endstation. nachdem ich ausgestiegen bin, bin ich erstmal etwas Orientierungslos also folge ich erstmal der Menschenmasse, welche mich auch erfolgreich aus dem Bahnhof führt.
Wo ist der Eurostar? Wettlauf gegen die Zeit durch Paris Nord
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Erst renne ich meinem Zug hinterher, dann läuft mir die Zeit davon und am Ende komme ich trotzdem pünktlich an. Ein Reisetag zwischen Paris, Amsterdam und Osnabrück mit mehr Spannung als erwartet.
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Ansturm aufs Gleis: Mit dem Eurostar von London nach Paris
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